Neues Auto finanzieren: Wann lohnt sich Leasing?

11 Dez 3:11 pm

Ein neues Auto lässt sich für den privaten Kunden in der Regel nicht vom Ersparten bezahlen – eine Fremdfinanzierung ist also unverzichtbar. Dabei haben sich in den letzten Jahren vor allem zwei Finanzierungsmodelle durchgesetzt: Der Kredit und das Leasing, die beide mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen behaftet sind. Wann sollte welchem Modell der Vorzug gegeben werden?

Mieten oder kaufen?

Der fundamentale Unterschied besteht darin, dass ein per Kredit finanziertes Fahrzeug unmittelbar nach der Übergabe in Ihr Eigentum übergeht – selbst wenn die Kreditsumme noch einige Jahre getilgt wird. Demgegenüber handelt es sich beim Leasing um eine besondere Form der Miete. Hier ist der Eigentumsübergang nach Ablauf der Vertragslaufzeit zwar möglich, aber keinesfalls obligatorisch. So kann es durchaus so betrachtet werden, dass Sie mit den Leasingraten nur für die Nutzung des Autos zahlen und damit indirekt den durch die Verwendung entstandenen Wertverlust ausgleichen.

Privater Autokauf: Kredit günstiger als Leasing

Der größte Vorteil beim Leasing besteht darin, dass die monatlichen Raten wesentlich geringer sind, als bei einer Kreditfinanzierung. Das gilt insbesondere dann, wenn beispielsweise durch den Verkauf des alten Pkw eine Anzahlung bei Vertragsbeginn geleistet wird. Eine unschöne Überraschung droht hingegen leider nach dem Ende des Leasingvertrags, welches meist nach 2 bis 5 Jahren erreicht wird: Hierbei wird dem Auto noch ein vorher im Vertrag festgelegter Restwert zugesprochen. Wird dieser Restwert nicht erreicht, drohen hohe Nachzahlungen. Leider gehört es bei einigen Anbietern zur Praxis, im Vorfeld einen zu hohen Wert anzunehmen, um das gesamte Leasingangebot attraktiver erscheinen zu lassen. Außerdem werden Ihnen als Fahrer natürlich sämtliche Gebrauchsspuren angelastet. Ein Kratzer, der Sie persönlich als Fahrer kaum stört, führt dann eine erhebliche Wertminderung herbei. Wäre das Auto in Ihrem Besitz, würde die sich nicht auswirken. Bei einem möglichen späteren Verkauf hingegen dürfte derselbe Kratzer wohl ebenfalls zu den üblichen Gebrauchsspuren gezählt werden und erscheint kaum nachteilig. Natürlich ist es auch möglich, den Pkw am Ende des Leasingvertrags zu kaufen. Wer sich dafür entscheidet, macht aber in der Regel das deutlich schlechtere Geschäft: Werden alle gezahlten Leasingbeiträge einschließlich Anzahlung und Schlussrate addiert, ergibt sich eine weitaus höhere Verzinsung, als dies bei einem üblichen Ratenkredit der Fall gewesen wäre. Um den Vergleich zu machen, sollten auch ein Kredit vorab durchgerechnet werden. Einen Ratenkredit Vergleich finden Sie hier

Leasing für Selbstständige und Unternehmer interessant

Für Unternehmer und selbstständige ist das Leasing hingegen durchaus attraktiv. Sie erhalten ihren Fuhrpark ohne eigenes Zutun immer auf dem aktuellen Stand, weil sie nach einer bestimmten Laufzeit automatisch ein neues Fahrzeug bekommen. Vor allem aber die Absetzbarkeit der Leasingraten lockt gewerbliche Kunden: Als betriebliche Ausgabe kann die Steuerlast erheblich gesenkt werden. Der Kauf eines Autos kann zwar ebenfalls steuerlich geltend gemacht werden, die Abschreibung über den gesamten Nutzungszeitraum ist allerdings teurer. Denn hier zahlt der Unternehmer die gesamten Investitionskosten bereits beim Kauf, wogegen die steuerlichen Erleichterungen sich über mehrere Jahre hinziehen.

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