Hilfe gegen Feuchtigkeit im Auto

11 Nov 9:30 am

Feuchtigkeit im Innenraum Ihres Autos ist nicht nur unangenehm, sondern stellt auch ein hohes Risiko für Ihre Sicherheit und Gesundheit dar. Wenn sich das kondensierte Wasser an den Fensterscheiben sammelt, ist die Sicht erheblich eingeschränkt, wodurch die Unfallgefahr drastisch steigt. Die ständige Nässe im Boden oder in den Polsterungen wird auf Dauer auch zu einem gesundheitlichen Problem, da sich darin Schimmelsporen bilden, die Sie einatmen können. Weitere Folgen von Feuchtigkeit im Auto sind Rostbildung, hässliche Flecken auf den Polsterungen und ein unangenehmer Modergeruch, die den Wert Ihres Autos herabsetzen. Nässe kann durch unterschiedliche Ursachen entstehen und tritt nicht zwangsläufig nur in der regenreichen und kalten Jahreszeit auf. Um das Risiko von Schäden und Gefahren zu minimieren, sollten sie bei ersten Anzeichen von Feuchtigkeit im Innenraum des Fahrzeugs sofort handeln und versuchen, die Ursache zu finden.

Effektive Maßnahmen zur Soforthilfe

Um die Feuchtigkeit wirksam zu bekämpfen, sollten sie zunächst saugstarkes Küchen- oder Toilettenpapier auf die betroffenen Stellen auflegen, damit das Wasser aufgesogen werden kann. Großflächige Feuchtigkeit im Fahrzeugboden können Sie auch mit Zeitungspapier bekämpfen. Bei starker Nässe empfiehlt es sich jedoch, das Auto in einem warmen Parkhaus oder einer geheizten Garage abzustellen und den Innenraum bei offenen Türen über mehrere Tage auszulüften. Bei durchfeuchteten Sitzen bleibt Ihnen nur übrig, diese auszumontieren und in der Nähe einer Wärmequelle trocknen zu lassen. Vorsicht ist allerdings bei Sitzen mit Seitenairbags geboten, denn diese darf aus Sicherheitsgründen nur ein Fachmann ausbauen.
Die nassen Scheiben sollten Sie an der Innenseite mit speziellen, im Autozubehörhandel angebotenen Antibeschlagtüchern sorgfältig reinigen und anschließend trockenen. Saubere Scheiben nehmen deutlich weniger Feuchtigkeit auf als solche, an denen ein Film aus Schmutz und Staub haftet. Wischen Sie Kondenswasser nie mit den Händen weg, denn dadurch entstehen Schlieren, die in bestimmten Lichtverhältnissen die Sicht einschränken und zu Unfällen führen können. Auch aus dem Haushalt können Sie sich Hilfe holen, um die nassen oder feuchten Stellen zu beseitigen. Kaffeepulver, Salz oder Katzenstreu weisen eine hervorragende Saugwirkung auf und beseitigen den unangenehm modrigen Geruch. Ein Föhn und elektrisch betriebene Luftentfeuchter leisten ebenfalls gute Dienste.

Die Ursache feststellen

Nachdem Sie die Feuchtigkeit beseitigt haben, sollten Sie der Ursache auf den Grund gehen, um künftige Nässe zu vermeiden. Überprüfen sie Türen, Klimaanlage und Belüftungsvorrichtungen des Innenraums sowie Zwischenräume unter der Motorhaube auf mögliche undichte Stellen oder Verschmutzungen, die die Feuchtigkeit verursachen. Oft führen verstopfte Ablaufschläuche im Schiebedach oder im unteren Türkasten dazu, dass gesammeltes Regenwasser steht und hinter der Innenraumverkleidung auf den Fahrzeugboden fließt. Verstopfte Stellen können Sie vorsichtig mit einem Stück Draht oder mit einem dünnen Stab lösen. Mithilfe von an der hinteren Stoßstange befestigtem Papier können Sie die intakte Funktion der Entlüftung überprüfen, indem Sie das Heizgebläse aufdrehen und nachsehen, ob das Papier flattert.

Hilfe vom Fachmann

Wenn die Belüftung nicht funktioniert oder Sie die Ursache nicht finden können, sollten Sie auf jeden Fall eine Werkstatt aufsuchen, damit ein Automechaniker der Feuchtigkeit auf den Grund gehen kann. Viele Schäden und Mängel, wie etwa gebrochene Schläuche und Dichtungen oder Probleme mit dem Heizkühler führen zu feuchten Stellen, können aber nur von einem Profi gefunden werden. In der nassen Jahreszeit sollten Sie zudem stets darauf achten, feuchte Kleidung, Schirme oder Schuhwerk nicht im Innenraum, sondern im Kofferraum auf einer Plastikunterlage zu verstauen.

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