E10: Der Sprit mit Zukunft?

13 Jan 10:00 am

In Deutschland sorgte der E10 für sehr große Gegenwehr. Die Autofahrer waren bei der Einführung sehr unsicher. Niemand wusste genau, wer denn jetzt E10 tanken darf und sollte und wer besser auf diese Variante des Sprits verzichten sollte. Vor allem Fahrer von alten Fahrzeugen hatten und haben immer noch ihre Probleme damit den E10 zu tanken, denn niemand weiß genau, wie sich dieser auf das Fahrzeug auswirkt. Warnungen und genaue Informationen gab es sehr viele, dennoch alles sehr undurchsichtig, sodass sich niemand sicher sein konnte. mehr…

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Die Zukunft des Biokraftstoffes E10

06 Apr 5:46 pm

Der Biokraftstoff E10, mit dem sich einst so große Hoffnungen verbunden haben, könnte möglicherweise bald wieder vom Markt verschwinden. Alle Initiativen der Regierung und der Hersteller halfen nicht gegen den Streik der Autofahrer an der Tankstelle. Auch der ADAC hat sich nun in die Front der E10-Gegner eingereiht.

Die Hälfte der Autofahrer streikt

E10 sollte das Nonplusultra gegen den CO2-Ausstoß auf deutschen Straßen werden, es wurde jedoch statt dessen zum PR-Desaster. Wie genau die Schäden durch den Kraftstoff ausfallen könnten, weiß in Wahrheit niemand. In Skandinavien und Brasilien gibt es Kraftstoffe mit 50 Prozent Bioanteil, und fünf Prozent Biosprit waren schon vor der Einführung des E10 im Kraftstoff enthalten – darüber spricht nur niemand. Es gab einen vagen Ausspruch eines BMW-Ingenieurs, und danach jaulte die Republik auf. Jedenfalls ist sonnenklar, dass die Aufklärung über den Kraftstoff von Anfang an mehr als unzureichend war, ebenso gibt es keine nachvollziehbaren Preismechanismen, die den Absatz gefördert hätten – außer die Preisschraube beim Super Plus, die nichts als Verärgerung auslösen kann. Der Informationsgipfel der Bundesregierung Anfang März brachte auch nichts Substanzielles. Das Ergebnis: Knapp die Hälfte der Autofahrer, die eigentlich E10 tanken können, tun dies definitiv nicht.

Klagedrohung des ADAC

Der Automobilverband droht Tankstellen, die kein Superbenzin zum normalen Preis anbieten, inzwischen mit Klage. Darauf kam von den Mineralölkonzernen eine mehr als gereizte Reaktion, einen “Todesstoß” gegen E10 warfen sie dem ADAC vor. Dahinter stehen handfeste wirtschaftliche Motive: Das Winter-E10 kann nur noch bis Ende April verkauft werden, die Lager sind jedoch voll. Inzwischen fahren die ersten Betreiber die Produktion zurück (TOTAL), andere möchten die Kunden gegen E10-Schäden versichern (Shell), eher Marketing als eine wirklich sinnvolle Aktion. Die Abneigung gegen E10 bleibt jedoch, obwohl oder gerade weil die meisten Autofahrer inzwischen ausreichend informiert sind. Eine große Zukunft mag dem Kraftstoff niemand mehr voraussagen.

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