Wildwechsel – Gefahr auf Deutschlands Straßen

12 Okt 5:09 pm
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Wildwechsel führt auf Deutschlands Autobahnen zu zahlreichen Unfällen und kann zur tödlichen Gefahr von Tier und Mensch werden. Wie sollte ich mich also in einer Situation verhalten, in der Wild plötzlich die Straße kreuzt?

Wann ist eine Begegnung besonders wahrscheinlich?

Gerade in der Dämmerung der Morgen und Abendstunden sind Verkehrsteilnehmer zu besonderer Vorsicht in Gebieten aufgerufen, die von Wildwechsel betroffen sind. Unvermittelt und schnell kann Wild die Straße überqueren und sorgt so für hunderttausende Wildunfälle pro Jahr. Richtiges Reagieren bei einer Begegnung mit den wilden Tieren kann daher lebenswichtig sein. Gerade im Herbst sind zahlreiche Straßen in Deutschland von Wildwechsel betroffen, korrektes Fahrverhalten kann das Risiko deutlich reduzieren in ein Wildunfall verwickelt zu werden.

Wildwechsel: So verhalten Sie sich richtig

Ist eine Stelle häufig von Wildwechsel betroffen, signalisieren extra dafür gekennzeichnete Schilder die Gefahr. Fahren Sie daher in diesen Bereichen – häufig in Waldnähe – besonders vorsichtig. Überquert vor Ihnen Wild die Straße, hupen Sie, schalten Sie das Abblendlicht ein, keinesfalls das Fernlicht anschalten, dadurch wird das Wild irritiert und wird die Überquerung beenden. Ist eine Konfrontation unvermeidbar, bremsen Sie stark, weichen Sie aber nicht aus. Achten Sie auf den Verkehr, besonders auf den rückwärtigen Verkehr. Wild, das an der Straßenseite grast, kann jede Sekunde auf die Straße springen, hier ist besondere Vorsicht geboten. Bedenken Sie auch, das Wild selten alleine die Straße überquert, Nachzügler stellen eine besondere Gefahr dar. Und selbst wenn die Tiere die Straße bereits überquert haben, ist es nicht auszuschließen, dass es sich anders überlegt, und wieder zurück auf die Straße rennt. Das A und O zur Prävention eines Wildunfalls stellt jedoch das richtige Fahrtempo dar. Fahren Sie in gefährdeten Gebieten nur die maximale Höchstgeschwindigkeit und seien Sie stets wachsam. Bei einer Kollision selbst kleinerer Wildtiere treten ungeahnt hohe Kräfte auf, die nicht selten zum Totalschaden des Autos führen.

Wenn dennoch ein Wildunfall geschieht: Meldepflicht

Denken Sie bitte daran, nach einem Wildunfall die Unglücksstelle abzusichern. Wichtig ist auch, die Polizei zu informieren, da es sich um einen Verkehrsunfall mit Sachschaden handelt. Wer dies nicht befolgt, kann mit einer Bestrafung wegen Fahrerfluchts rechnen. Der Unfall muss also gemeldet werden, das tote Tier darf selbstverständlich nicht mit nach Hause genommen werden. Die Polizei kümmert sich in aller Regel um einen Jäger, der das tote Tier dann abtransportiert. Oft werden die Tiere auch nur schwer verletzt, sodass ein Jäger mit Spürhund das Tier zur Strecke bringen kann. Wenn Sie sich an die zulässige Höchstgeschwindigkeit halten, Ihren Fahrstil der potenziellen Bedrohung anpassen und die Augen immer offen halten, sollten Sie allerdings keine Probleme bekommen und können das herrliche Herbstwetter mit einer schönen Fahrt ins Grüne nutzen.
Foto: Pixabay.com

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