VW schafft in den USA neue Arbeitsplätze

01 Feb 10:00 am

Das letzte Jahr lief für Volkswagen äußerst gut. Deshalb teilte der Konzern nun mit, dass 200 neue Arbeitsplätze in Planung seien. Allerdings nicht etwa in Deutschland, sondern im erst 2011 neu eröffneten Werk in Chattanooga/Tennessee. Hier wird der ausschließlich für den nordamerikanischen Markt vorgesehene Passat gebaut. Dieser ist ein echter Verkaufsschlager. Bereits vier Monate nach Produktionsstart waren 22.800 Fahrzeuge verkauft. Nach über 20 Jahren Abstinenz in den USA ist VW damit nun endlich wieder zurück im nordamerikanischen Automarkt.

Die Belegschaft beläuft sich derzeit auf 2.500 Beschäftigte. Sie arbeiten in zwei Schichten und produzieren 31 Fahrzeuge pro Stunde. Diese sollen auf 35 pro Stunde aufgestockt werden. Dafür ist weiteres Personal erforderlich, was in den bestehenden Schichtbetrieb mit eingebunden werden soll. Von den 2.500 Mitarbeitern sind 2.000 direkt bei VW angestellt, die anderen 500 kommen von Aerotek, einem Personaldienstleister.

Die Ziele von VW sind für die nächsten Jahre hochgesteckt. Man möchte die Weltmarktspitze erobern und das bis 2018. Dabei ist der Markt in China und den USA essentiell. Für dieses Jahr plant man den Absatz von über 500.000 Fahrzeugen in Nordamerika. Eine derartige Zahl erreichte man zuletzt vor 39 Jahren. Gesamt wurden in 2011 von Volkswagen 324.000 Autos in Amerika verkauft. Das ist eine Absatzsteigerung um 26 Prozent. Damit sicherte sich VW den Ruf des am schnellsten wachsenden Autobauers in den USA.

Trotz der guten Zahlen füllte VW aber nicht mehr als eine Nische aus. Im Gegenteil, ab 2013 will das Unternehmen endlich in Amerika wieder einen Gewinn erwirtschaften. Die USA stellen den zweitgrößten Automarkt der Welt. Im vergangenen Jahr wurden dort 12,5 Millionen neue Fahrzeuge verkauft, also ist noch ausreichend Potential vorhanden. Auch Audi denkt inzwischen darüber nach, in Nordamerika ein Werk zu eröffnen. Einen Schritt weiter sind dagegen Mercedes Benz und BMW, die bereits lange Zeit vor VW ihre Produktionsstätten in den USA eröffneten.

Bildquelle: ASurroca / Flickr

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