Temperaturen unter minus 20 Grad – Gefahr für den Diesel droht!

10 Feb 10:00 am

Da wähnt man sich bestens geschützt vor dem Winter, hat alle Vorbereitungen getroffen, damit das Auto morgens anspringt und trotzdem geht nichts. Grund dafür könnte eingefrorener Diesel sein. Beim Diesel ist die magische Grenze minus 22 Grad. Darunter streikt sogar der sogenannte Winterdiesel, den es vom 16. November bis 29. Februar an den Tankstellen gibt. Er ist per Gesetz vorgeschrieben. Man kann dementsprechend ganz normal an seiner Zapfsäule tanken. Man erhält im oben genannten Zeitraum auf alle Fälle Winterdiesel und ist somit gut geschützt, solange die Temperaturen im Rahmen bleiben.

Derzeit aber sinken auch in Deutschland des Nachts die Temperaturen stellenweise unter minus 22 Grad. Hilfe bei bereits eingefrorenem Diesel gibt es nicht. Vorsorgen kann man durch Parken in der Garage oder Abstellen an einer geschützten Stelle. Ist der Diesel eingefroren, muss man dies zudem nicht sofort bemerken. Das Auto kann durchaus noch anspringen und erst mitten in der Fahrt seinen Geist aufgeben. Der Grund ist im verstopften Kraftstofffilter zu suchen. Er befreit den Diesel von Feststoffen. Bei Minusgraden ist das Paraffin im Diesel gefroren. Die Paraffinkristalle verstopfen nun den Filter. Im Grunde genommen muss lediglich das gesamte Kraftstoffsystem soweit erwärmt werden, dass das Paraffin wieder flüssig wird. Das ist leicht gesagt. Es gibt dafür nämlich nur die Möglichkeit des Unterstellens in einer Garage oder Werkstatt, wohin das Auto aus eigener Kraft nicht mehr gelangt. Somit ist der Abschleppdienst erforderlich. Außerdem muss in der Regel der Kraftstofffilter ausgetauscht werden.

Keinesfalls sollte man in einem neueren Automodell Benzin beimischen. Das trifft bereits auf Autos ab Baujahr 2000 zu, die mit Pumpe-Düse-Triebwerken und Common-Rail-Technologie ausgestattet sind. Die möglichen Schäden sind unabsehbar. Im schlimmsten Falle ist das gesamte Einspritzsystem inklusive Kraftstoffpumpe, Leitungen und Tank betroffen. Der ADAC will sich in der Zukunft für eine Ausrüstung aller Fahrzeuge ab Werk einsetzen, die den Winterbetrieb zu jeder Zeit gewährleistet. Des weiteren soll an der Dieselqualität gearbeitet werden. In Skandinavien und Österreich sind schon Treibstoffe im Handel, die bis minus 25 Grad ohne Filterheizung verwendbar sind.

Bildquelle: xdfrog / Flickr

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