Studie des Versicherungskonzerns Allianz gibt Auskunft über die größten Störfaktoren beim Autofahren

29 Jan 10:00 am

Über eine Million Euro muss das Versicherungsunternehmen Allianz jährlich in die Schadensregulierung im Kraftfahrbereich stecken. Das nahm man zum Anlass, um einmal den Unfallursachen genauer auf den Grund zu gehen. Es stellte sich heraus, das technische Mängel wie defekte Bremsen kaum bei den Unfallzahlen ins Gewicht fallen. Hauptsächlich ist es das Verhalten des Fahrers, was zu Unfällen führt. Verblüffend ist in diesem Zusammenhang, dass es nicht nur die modernen Geräte im Auto sind, welche die Aufmerksamkeit des Fahrers vom Straßenverkehr ablenken.

Natürlich ist das Handy im Fahrzeug ein großer Störfaktor. Klingelt es, fühlt man sich gezwungen, den Anruf entgegenzunehmen. Für ungefährliche Telefonate sind zwar Freisprecheinrichtungen erhältlich, allerdings scheinen sich viele Autofahrer damit nicht recht anfreunden zu können. Mal eben schnell eine Minute sprechen, dafür muss man doch nicht einen solchen Aufwand betreiben. Zumal die meisten Fahrer angeben, dass sie eigentlich nie im Auto telefonieren. Dafür scheint aber das Lesen von SMS und das Verfassen von solchen im Auto ein wahrer Trend zu sein. Selbst E-Mails werden während der Fahrt geschrieben. Die Programmierung des Navigationsgerätes nimmt ein Großteil der Autofahrer ebenfalls während der Fahrt vor. Da dieses Vorgehen oft mehrere Minuten in Anspruch nimmt und große Aufmerksamkeit benötigt, kann man sich sehr gut vorstellen, welche Gefahren dabei auf einen lauern.

Auch Essen und Trinken lenken vom Fahren ab. Musikliebhaber, die gerne ihrer Lieblings-CD oder interessanten Radiobeiträgen lauschen, gehen außerdem ein großes Risiko ein. Was für die Meisten alltäglich erscheint, wurde bei der Untersuchung der Allianz als Unfallgefahr eingestuft. Beim angestrengten Lauschen oder der Konzentration auf den Text des Liedes lässt man den Verkehr an sich vorbeirauschen und nimmt gefährliche Situationen erst später wahr.

Bereits wenige Bruchteile einer Sekunde Unaufmerksamkeit können im Straßenverkehr ungeahnte Folgen haben. Viele Unfälle sind auf unaufmerksames Verhalten zurückzuführen. Auch Selbstüberschätzung und Müdigkeit zählen zu den häufigsten Unfallursachen. Obgleich führende Unternehmen wie VW an den unterschiedlichsten Systemen zur Unfallverhütung arbeiten, hat es nach wie vor der Fahrer in der Hand, sicher auf den Straßen unterwegs zu sein.

Bildquelle: dirk schaefer / Flickr

Tags: , , , , ,

Kommentare sind geschlossen