Raubtier auf der Straße – der Dodge Challenger SRT Hellcat

31 Okt 8:30 am
Dodge Challenger SRT Hellcat in rot

Foto: ampnet

Der Fiat-Chrysler Konzern schickt gleich zwei “Höllenkatzen” (Hellcat) auf die Straßen, den Dodge Challenger SRT und den Charger. Im Laufe der letzten Jahre wurden immer wieder Gerüchte über die Straßenkatzen gestreut, in denen davon die Rede war, dass jedes Fahrzeug mehr als 600 PS auf die Straße bringen sollte. Wie sich nach der ersten Freilassung der Hellcats zeigt, eine vornehme Untertreibung.

Dodge Challenger SRT Hellcat – Gepard der Straße

Satte 527 kW und 717 PS bringen den Dodge Challenger SRT Hellcat auf Hochtouren. Der 6,2-Liter-Hemi-V8-Motor benötigt da schon eine Zwangsbeatmung durch einen IHI-Kompressor, um mit dem brutalen 881 Newtonmetern des maximalen Drehmomentes fertig zu werden. Der Dodge Challenger SRT Hellcat tritt als ausladendes Coupé mit etwas schwülstigem Hüftschwung auf. Beim Kaltstart per Knopfdruck brüllt die Hellcat bereits aggressiv los. Und dann geht es auf Tour.

Hauskatze verwandelt sich in eine “Höllenkatze”

Solange der Fahrer den Gasfuß vorsichtig einsetzt, bleibt die Hellcat zahm wie eine Hauskatze. Die Automatik, die je nach Modell als Acht-Gang oder Sechs-Gang ausgelegt ist, agiert weich und diskret. Tritt der Fahrer das Gaspedal allerdings ein bischen härter durch, so muss er auf eine Leistungsexplosion gefasst sein. Zunächst hebt die Hellcat ihr Heck leicht an und beschleunigt als würde auf Eis gefahren. Dann krallen sich die 275er-Reifen fest in den Asphalt und die Höllenkatze ist nicht mehr aufzuhalten. In rund acht Sekunden ist der Dodge Challenger SRT Hellcat auf 160 km/h. Bis zur 320 km/h Grenze ist der Weg dann nicht mehr weit.

Höllenkatze mit guten Fahreigenschaften

Die Hellcat kann mit dieser extremen Leistung allerdings gut umgehen, solange sie sich auf ebenen Straßen befindet. Das auf dem Mercedes-Benz-E-Klasse aus den 1990ern basierende Fahrwerk wurde nämlich massiv versteift. Zudem verfügt die Höllenkatzenversion über eine hydraulische Servo-Lenkung und eine bissige Hochleistungs-Bremsanlage unter den 20-Zoll-Felgen. Wer sich eine Hellcat anschafft, sollte allerdings eines nicht vergessen, eine solch kraftvolle Höllenkatze braucht auch ihren Auslauf, um sich wohlzufühlen. Und genau hier wird es bei einer Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h sicherlich schwer, wenn nicht gerade eine Rennstrecke in der Nähe ist. Denn immer nur zahm wie eine Hauskatze über die Straßen zu rollen, dafür ist eine echte Hellcat nicht geschaffen.

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