Ohne Autoversicherung geht es nicht

16 Nov 5:00 pm

Frontschaden am FahrzeugIn Deutschland ist jeder Fahrzeughalter verpflichtet, eine Kfz-Versicherung abzuschließen. Dennoch verstehen viele Autobesitzer nicht, wie diese Versicherung genau funktioniert. Daher hier ein kleines ABC der Autoversicherung, um einen groben Überblick zu verschaffen.

Hintergrund

Die Kfz-Versicherung ist dazu da, Autofahrer vor den finanziellen Härten eines Autounfalls zu schützen. Es ist, als ob man Geld bei der Bank aufbewahrt, auf das im Falle eines Notfalls zurückgegriffen werden kann – also eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Wenn Sie beispielsweise bei einem Autounfall beteiligt waren und diesen Ihrer Autoversicherung melden, wird die Versicherung im weiteren Verlauf tätig werden. Zum Zeitpunkt des Unfalls sollten Sie wenn möglich Bilder von dem Unfall machen und Versicherungs- und Kontaktinformationen des anderen Fahrers in Erfahrung bringen.

Verlauf bei einem Unfall

Grundsätzlich wird einer der am Unfall beteiligten Fahrer zum Unfallverursacher erklärt. Die Versicherung des Unfallverursachers kümmert sich um alle anfallenden Ansprüche. Sobald die Versicherung sämtliche notwendigen Informationen erhalten hat, wird sie das Fahrzeug begutachten wollen. Dies erfordert, dass ein Sachverständiger einen Blick auf das Auto und die Einzelheiten des Unfalls wirft, um dann die Höhe des Schadens zu bestimmen. Vom Fahrzeugwert werden die Abschreibungen abgezogen (es sei denn, Sie haben den Wagen zum Neuwert versichert).

Höhe der Auszahlung

Die Kfz-Versicherung wird dann festlegen, wie hoch die durchschnittlichen Kosten sein dürfen, um den Schaden zu reparieren. Der Versicherer zahlt nicht mehr als den Durchschnittswert, und dieser wird gegebenenfalls nach zwei oder drei Schätzungen endgültig feststehen. Sobald die Autowerkstatt ausgewählt wurde und die Reparaturen abgeschlossen sind, erfolgt die Überweisung. Der Versicherungsnehmer muss zunächst die Selbstbeteiligung leisten, erst dann zahlt die Versicherung den Restbetrag. Die Versicherung ist nur bis zu dem in der Versicherungspolice genannten Höchstbetrag zahlungspflichtig. Die Zahlung einer Versicherungssumme darf nicht zu einem Gewinn führen. Beispiel: Wenn bei einem Autounfall die hintere Stoßstange beschädigt wurde, zahlt die Kfz-Versicherung auch nur die Reparatur der hinteren Stoßstange. Diese Zahlung basiert auf dem Gutachten des Sachverständigen, abzüglich eines möglicherweise vorhandenen Selbstbehalts. Wenn also die genehmigten Reparaturkosten 600 Euro betragen und der Selbstbehalt 200 Euro hoch ist, wird die Kfz-Versicherung 400 Euro an den Begünstigten überweisen. Nachdem die Zahlung geleistet wurde, wird der Fall geschlossen. Wenn eine Auto-Versicherung einen Fall abschließt, wird er zu den Akten gelegt, und alle Aktivitäten werden beendet.

Arten der Schadensabdeckung

Eine Kfz-Versicherung deckt nur bestimmte Ereignisse ab, die in der Versicherungspolice aufgeführt sind. Sollte Ihr Fahrzeug durch andere Ereignisse zu Schaden kommen, haben Sie natürlich keinen Versicherungsschutz. Die Kaskoversicherung deckt alle Fahrzeugschäden bei einer Kollision ab. Die Vollkaskoversicherung hingegen zahlt auch bei Ereignissen, die nicht im Zusammenhang mit einer Kollision stehen. Wenn Ihr Fahrzeug zum Beispiel gestohlen wird und Sie keine umfassende Abdeckung haben, werden Sie kein Geld erhalten, ein anderes Auto zu kaufen.

GAP-Versicherung

Wenn Sie einen Neuwagen per Ratenzahlung kaufen, wird Ihnen höchstwahrscheinlich eine sogenannte GAP-Versicherung angeboten. Diese Versicherung bietet Schutz für die erste Monate, wenn der Fahrzeugwert unter dem Betrag gesunken ist, den Sie noch abbezahlen müssen. Wenn Ihr Fahrzeug in diesem Zeitraum gestohlen werden oder einen Totalschaden erfahren sollte, zahlt die Versicherung nur den tatsächlichen Wert, so dass Sie immer noch den Restbetrag schuldig sind. Die Gap-Versicherung deckt diese Differenz ab.

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