Nach einem Autounfall richtig handeln

06 Mai 3:42 pm

Eine unvorhergesehene Aktion hier, ein falscher Schritt dort – Unfälle im Straßenverkehr passieren häufig schnell und unbeabsichtigt. Dabei müssen Sie noch nicht einmal die Schuld daran tragen, denn mit Ihrem Fahrstil verringern Sie lediglich das Risiko, an einem Unfall beteiligt zu sein. Schäden am Auto sind die Folge, die häufig nur mittels einer unabhängigen und professionellen Einschätzung von Dritten behoben werden können.

Wir wollen in diesem Beitrag Anhaltspunkte dafür geben, wie Sie in einem solchen Fall vorgehen sollten.
6 Punkte nach einem Unfall

Je nach dem, welches Modell Sie fahren, gibt es eine gewisse Bandbreite an lieferbaren Ersatzteilen. Nicht immer ist jedoch das, was im Fachbetrieb bezogen wird, das günstigste Teil – mithilfe eines ATU Gutscheincode beispielsweise können Sie günstiger an Ersatzteile kommen.

    Der KFZ-Sachverständige: Sofern Sie Geschädigter sind, steht Ihnen die Wahl eines Sachverständigen frei. Dieser Schritt dient der Beweissicherung sowie der Feststellung aller maßgeblichen Schäden, der Berechnung des Reparaturaufwandes und des möglichen Kostenrahmens. Alle hier anfallenden Kosten sind grundsätzlich erstattungspflichtig, und zwar auch dann, wenn die Versicherung bereits ihrerseits einen Sachverständigen beauftragt hat. Bei kleineren Schäden, den sogenannten Bagatellschäden im Bereich bis zu 1.000 Euro, lohnt jedoch eher der Kostenvoranschlag einer Fachwerkstatt.

        Mietwagen und Nutzungsausfall: Ein Gutachten dient zudem dem Zweck, die Rechtmäßigkeit des Anmietens eines Leihwagens zu dokumentieren. Hieraus sich ergebende Ausfallzeiten münden somit in Ersatzansprüchen, die einklagbar sind.

            Verkauf: Wenn Sie Ihr Fahrzeug irgendwann einmal verkaufen möchten, so ist die Anzeige von Unfällen zwingend notwendig. Nur durch die Vorlage entsprechender Nachweise, Schadensauflistungen und der Ausbesserung selbst, kann der Käufer einen geeigneten Überblick erhalten.

                Wertminderung: Der Betrag, um den das Fahrzeug im Wert gemindert wurde, bezeichnet Ihren Anspruch gegenüber dem Unfallverursacher. Das Schadengutachten stellt sicher, dass dieser Anspruch auch durchgesetzt werden kann.

                    Abrechnung auf Basis des Gutachtens: Sie haben die freie Wahl, alle notwendigen Reparatur- sowie Ersatzteilkosten aufgrund des unabhängigen Gutachtens ersetzt zu bekommen. Man spricht dabei von der sogenannten fiktiven Abrechnung, da unabhängig von tatsächlichen Reparaturarbeiten geleistet werden muss.

                        Werkstattwahl: Oftmals kann es hilfreich sein, die seitens der Versicherung genannte Werkstatt zu wählen. Hier haben Sie den Vorteil, dass Beitragsanpassungen oder einmalige Effekte zu Ihren Gunsten stattfinden können.

                          Klaren Verstand behalten

                          Lassen Sie sich nicht auf Angebote des Schädigers ein, Dinge „unter der Hand“ zu regeln. Sie riskieren hiermit sonst den Versicherungsschutz, zudem werden Sie bei weiteren Unfällen Probleme erhalten, ältere Schäden zu rechtfertigen. Außerdem kann es Schwierigkeiten mit der Gewährleistung geben, wenn Unfälle beim Verkauf nicht oder nur unzureichend deklariert wurden.

                          Bildquelle:Flickr.com/marcadore

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