Mercedes Kampfansage in Richtung Zuffenhausen: Der AMG GT: Supersportler

13 Sep 12:32 pm
Mercedes AMG GT

Foto: ampnet

Für lange Zeit konnten in der Nähe von Stuttgart zwei vollkommen verschiedene Autobauer problemlos nebeneinander existieren. Dies lag vor allem daran, dass unterschiedliche Zielgruppen bedient wurden und man sich somit wirtschaftlich nicht ins Gehege kam. Doch die Ruhe scheint vorbei. Mit dem AMG GT Supersportler hat Mercedes nun eine direkte Kampfansage in Richtung Porsche geschickt. Und dieses Fahrzeug hat es wirklich in sich.

Ein Hochleistungssportwagen mit allem Komfort

Lange Zeit war die ehemalige Tuningschmiede AMG als Haustuner von Mercedes bekannt. Im Laufe der Jahre begannen die Ingenieure von AMG allerdings auch damit selber Fahrzeuge zu entwerfen und sich als selbstständiger Autobauer unter dem Zeichen von Mercedes einen Namen zu machen. Die neuste Präsentation: AMG GT: Supersportler. Und bei diesem Fahrzeug zeigt sich nur zu gut, wieviel die Schrauber von AMG von den Wünschen Ihrer Zielgruppe wissen und wie sehr doch das stützende Gerüst von Mercedes den kreativen Prozess einengen kann. Denn der AMG GT sorgt nicht nur für ein rasantes Fahrvergnügen und deutlich mehr Power, sondern ist auch im Innenraum mit jeglichem Komfort ausgestattet, welcher von den Mercedes-Kunden bereits seit Jahren genossen wird. Doch die Kampfansage an Porsche und den 911er ist klar erkennbar und wird auch so kommuniziert. “Mit dem GT starten wir erstmals in einem anspruchsvollen Sportwagen-Segment, das der Wettbewerb bereits hochkarätig besetzt hat“lässt sich Thomas Weber, Mercedes-Entwicklungsvorstand, zitieren.

Die nackten Daten des AMG GT

Schaut man auf die Daten des AMG GT wird einem schnell klar, was für ein Monster dort unter der Haube steckt. Denn der AMG GT basiert zwar auf dem Modell SLS, doch vor allem bei der Motorisierung sind die Entwickler hier neue Wege gegangen. Angetrieben wird der AMG GT von einem vier Liter großen V8-Motor. Der recht klein erscheinende Hubraum wird durch zwei Turbolader ausgeglichen, welche direkt im V des Motorblocks eingelassen sind. Mit dieser Motorisierung bietet der AMG GT eine Leistung von 462 PS, in der Variante GT S sogar 510 PS. Die Spitzengeschwindigkeit soll beim GT bei 304 lm/h, beim GT S bei 310 km/h liegen. Dabei beschleunigen die Supersportler innerhalb von 4.0 bzw. 3.8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Für die bessere Kontrolle haben die Entwickler sowohl beim AMG GT als auch beim GT S auf die bereits beim SLS verwendete Aluminium-Architektur zurückgegriffen und auch das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe an der Hinterachse übernommen. Somit soll der AMG GT aufgrund des tiefen Schwerpunkts und der breiten Spurlage eine hervorragende Straßenlage bieten.

Kein Fahrzeug für den kleinen Geldbeutel

Über das Design des Fahrzeuges kann man sicherlich streiten. Über den Preis jedoch nicht. Denn hier scheint Mercedes die direkte Konkurrenz direkt hinter sich zu lassen und sich an ein noch exklusiveres Publikum zu wenden. Der reine Einstiegspreis für den AMG GT soll bei freundlichen 115.000 Euro liegen und ist somit nicht so einfach aus der Portokasse bezahlbar. Dafür bekommen man jedoch einen echten Sportwagen aus dem Hause Mercedes, der Höchstleistung und Komfort ideal vereint. Wie sich jedoch das Fahrvergnügen im direkten Vergleich darstellen wird, zeigt sich erst, wenn die ersten Testfahrten mit dem neuen Supersportler möglich werden.

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