Massive Schäden an zwei Lübecker Brücken

17 Dez 1:50 pm
HüxenbrückeNach einem bundesweiten Brücken-Test des ADAC muss die Stadt Lübeck nun Sofortmaßnahmen ergreifen, um die Sicherheit des Straßenverkehrs zu gewährleisten. Zwei von drei untersuchten Brücken der Stadt wiesen schwere Schäden auf.

An der Hüxtertorbrücke und an der Rehderbrücke sind laut ADAC wesentliche Bauteile und Gelenke so stark verrostet, dass die Standsicherheit davon massiv beeinträchtigt wird. Bei der dritten getesteten Brücke in der Stadt, der Sandbergbrücke, werden vom ADAC Wasseransammlungen in diversen Hohlkörpern vermutet. Dies wurde der Hansestadt angezeigt, die sofort reagierte und für einen Abfluss des Wassers sorgte.
Die Ergebnisse des zweiten ADAC-Brückentests werden im April 2014 vorgestellt. Der ADAC hat in einem großen Test Brücken in zehn deutschen Städten unter die Lupe genommen. Dringender Handlungsbedarf besteht nach Einschätzung des ADAC bei den zwei Brücken in Lübeck. Nicht nur die festgestellten Rostschäden an den tragenden Teilen, auch eine Verschiebung der Brückenlager beeinträchtige die Standsicherheit. Außerdem seien die Träger direkt unter dem Gehsteig stark verrostet. Der Club fordert deshalb, die Achslast für passierende Fahrzeuge umgehend auf sechs Tonnen zu beschränken.

Der Zustand der Rehderbrücke sei ebenfalls wenig erfreulich. Die Gelenke seien massiv verschoben und verrostet. Hier fordern die Experten des ADAC eine Reduzierung des zulässigen Gewichtes von Fahrzeugen auf 7,5 Tonnen sowie der Höchstgeschwindigkeit auf maximal 20 km/h. Diesen Maßnahmen sollte kurzfristig eine Instandsetzung folgen.

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club ist mit über 18 Millionen Mitgliedern der weltweit zweitgrößte Automobilclub. Er testet regelmäßig Einrichtungen des Straßenverkehrs und trägt wesentlich zur Sicherheit des mobilen Lebens bei.
Foto: Auto-Medienportal.Net

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