Gebrauchtwagenmarkt hat 3,2 Prozent zugenommen

18 Nov 4:47 pm

Aktuell ist der Gebrauchtwagenmarkt am Wachsen. So zumindest geht es aus den Angaben von Dataforce hervor. Das Marktforschungsunternehmen, welches 1998 in Frankfurt am Main gegründet wurde, berichtet das der Gebrauchtwagenmarkt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den ersten neun Monaten des Jahres um 3,2 Prozent angestiegen ist. Dabei ist der größte Teil dieser Gebrauchtwagen sowohl in den privaten Haushalten, als auch in Unternehmensflotten zu finden. Der Anstieg auf dem Gebrauchtwagenmarkt wird aber auch durch Händler und Hersteller in der Flugzeugindustrie, sowie durch Autovermietungsfirmen definiert.

Betrachtungszeitraum in den ersten neun Monaten

Von jungen Gebrauchtwagen spricht man immer dann, wenn es sich um Fahrzeuge handelt, welche noch kein Jahr alt sind. Diese sogenannten jungen Gebrauchten wurden mit 11,6 Prozent sämtlicher Umschreibungen in den Monaten Januar bis September gelistet. Dabei stammt mehr als die Hälfte (fast 60 Prozent) aus dem Fahrzeughandel, welcher aus den sogenannten Kurzzulassungen besteht. Mit Kurzzulassungen, werden die Null-Kilometer-Fahrzeuge bezeichnet, welche besonders für Privatpersonen eine günstige Alternative zum Kauf von Neuwagen darstellt. Nur 12,6 Prozent am wachsenden Gebrauchtwagenmarkt, gehen auf das Konto der Flotten. Lediglich 15,2 Prozent definieren sich über die Autovermieter und 13,6 Prozent sind der Anteil, welcher durch den Fahrzeugbau angegeben wird.

Der Zuwachs bestimmter Hersteller

Diese Strategie wird von vielen Autoherstellern genutzt. Am Häufigsten jedoch Kia und Hyundai. Beide Marken wurden mit dem Einfließen ihrer jungen Gebrauchten, im Betrachtungszeitraum von Januar bis September jeweils 25,3 Prozent und 33,3 Prozent festgehalten. Der Markteinfluss bezieht sich dabei auf den Fahrzeughandel beider Hersteller. Auch das tschechische VW-Tochterunternehmen Skoda lässt mittels Fahrzeughandel verstärkt seine jungen Gebrauchtwagen in den Markt einfließen. In Bezug auf alle drei Marken, lassen sich die relativ hohen Werte sowohl auf das starke Wachstum in den vergangenen Jahren, als auch auf den geringen Fahrzeugbestand aus den letzten Jahren zurückführen. Gemeint sind damit die wenigen Altfahrzeuge aus der Vergangenheit, welche zur Besitzumschreibung existent sind. Den geringsten Anteil machen die Hersteller BMW, Audi und VW aus, so die Dataforce weiter.

Trotz Zuwachs negative Bilanz

Die Rede ist aktuell von einem Herbstaufschwung, welcher sich in folgenden Zahlen ausdrückt: 265.441 PKW wurden im Monat Oktober erstmalig zugelassen. Gegenüber dem Vormonat ist das ein Anstieg um 2,3 Prozent, wie das Kraftfahrt-Bundesamt Anfang November in Flensburg mitteilte. Doch die Zwischenbilanz, welche nach 10 Monaten aufgestellt wurde, bleibt negativ. Der Grund dafür: Im Gegensatz zum Vorjahr schrumpft der Abstand zwar, jedoch bedeuten 2.482.460 Neuregistrierte auch gleichzeitig ein Minus, welches 5,2 Prozent definiert.

Verbraucher blicken positiv auf den Neuwagenkauf

Und auch wenn es sich lediglich um eine langsam wachsende Stabilisierung des Automarktes handelt, so setzt sich diese jedoch weiter fort, so Matthias Wissmann, der Präsident vom VDA Berlin. Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. rechnet jedoch damit, dass dieser Kurs bestehen bleibt und der Markt immer weiter wächst. Volker Lange, der Verbandspräsident des VDIK spricht von einer deutschen Konsumstimmung, welche positiv zu bewerten ist. Nach Institut-Umfragen wird die Konjunkturentwicklung optimistisch vom Verbraucher betrachtet, was wohl unter anderem auf Einkommenssteigerungen zurückzuführen ist. Deutsche Verbraucher sehen größeren Anschaffungen positiv entgegen, was sich in den aktuellen Zahlen widerspiegelt: 62 Prozent aller Neuzulassungen im gewerblichen Bereich, Mini 7,1 mit 7,1 Prozent, 15,7 Prozent bei den Kleinwagen und 26.9 Prozent in der Kompaktklasse.

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