Die Deckungskarte hat ausgedient

25 Okt 12:33 pm
Autokauf Leasing Finanzierung

Bis zum Jahr 2008 gab es sie noch, die sogenannte Deckungs- oder Doppelkarte. Sie wies ein Fahrzeug aus, welches vom Verkäufer auf den Käufer überging und garantierte den Versicherungsschutz bis der Käufer diesen selbst angeschlossen und vertraglich abgesichert hatte. Ohne die Deckungskarte war für den Käufer nicht möglich, das Vehikel zuzulassen. So sollte verhindert werden, dass Fahrzeuge nicht versichert seien und somit jeder Halter eine Versicherungspolice haben sollte.

Wie funktioniert die Zulassung jetzt?

Im Jahre 2008 wurde die Deckungskarte durch die eVB-Nummer ersetzt. Wenn eine Autoversicherung online abgeschlossen wird, so kann die Nummer binnen weniger Minuten erteilt werden. Somit ist die mögliche Zulassung beschleunigt worden und das Verfahren elektronisch vereinfacht- für alle Beteiligten. Die eVB-Nummer wird entweder per Mail oder per sms verschickt, so dass keine langen Wartezeiten bis zur Zulassung mehr entstehen können.

Wozu ist die eVB-Nummer da?

Der Versicherungsnachweis kann nur noch mittels der eVB-Nummer erbracht werden. Ein einem Wechsel der Versicherung übermittelt die EDV des Versicherer den benötigten Datensatz mit allen Versicherungsdaten unmittelbar an die Zulassungsbehörde. Dort angekommen werden die Daten verarbeitet und der neue Halter des Fahrzeuges in die Akte des Fahrzeuges eingetragen. Der Fahrzeughalter hat mit diesem Verfahren nichts zu tun.
Bei einer Neuzulassung eines PKW bekommt der neue Halter von seiner Versicherung eine siebenstellige Versicherungsbestätigungsnummer, die VB-Nummer heißt. Zeitgleich generiert der Versicherer für seinen neuen Kunden eine elektronische Versicherungsbestätigung, die in einer zentralen Datenbank gespeichert wird. Der Mitarbeiter in der Zulassungsstelle prüft dann anhand der VB-Nummer online, ob der Kunde wirklich eine gültige Versicherungsbestätigung besitzt.
Das ganze Verfahren läuft vollkommen elektronisch ab und der Austausch der Daten zwischen Zulassungsbehörde und Kraftfahrt-Bundesamt finden ohne Papier statt.

Vorteile für den Autokäufer

Der Autokäufer muss sich nicht darum kümmern, die Doppelkarte abzuholen oder auf ihren Versand zu warten und er bekommt auch keine schriftliche Bestätigung mehr. Der benötigte Nachweis, dass ein Auto versichert ist, wird vom Versicherer für den Autohalter geführt.
Der neue Halter muss nicht selbst zur Zulassungsbehörde und dort vorsprechen, sondern kann via Internet das Geschehen verfolgen.
Natürlich müssen die Kennzeichen abgeholt und montiert werden und die meisten Menschen suchen nach wie vor persönlich die Zulassungsbehörde auf. Notwendig ist dies jedoch nicht mehr.
Das Prozedere spart Zeit und Geld bei der Behörde und beim Halter eines Fahrzeuges und steht für die Innovationen der Zeit. Immer mehr Arbeitsabläufe werden vereinfach und durch Maschinen ersetzt – so ist es auch hier der Fall. Dennoch ist das Verfahren beliebt und einfacher für Halter und Versicherer.
Thorben Wengert / pixelio.de

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