Der Skoda Fabia ist als Gebrauchter ein Auto mit zwei Gesichtern

17 Aug 10:00 am

Als der Skoda Fabia 1999 in die Fußstapfen des Skoda Felicia trat, glaubte man nicht wirklich an seinen Erfolg. Der Vorgänger war eher ungeliebt, der Fabia aber entwickelte sich zu einem Verkaufsschlager. Die Technik des Kleinwagens entspricht der des VW Polos, was bereits von Qualität zeugt. Aber der Skoda bietet noch weitaus mehr Vorzüge und die beschränken sich nicht nur auf den Preis und die Technik. Doch Licht bringt ebenfalls Schatten mit sich. Deshalb kämpft auch der Fabia mit ein paar Problemen.

Der Fabia mutet von außen mit seinen mindestens 3,97 Meter Länge klein an, nach dem Öffnen der Türen findet man aber im Innenraum ausreichend Platz vor. Den Fabia (Typ 6Y) gibt es zwar nicht als Dreitürer, dafür aber als Schrägheck, Stufenheck, Combi und Stadtlieferwagen. Am häufigsten ist der zwischen 2000-2004 gebaute Kombi auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu finden. Abweichend von dem oben genannten Mindestmaß ist er 4,23 Meter lang und gehört damit eher in die Kompaktklasse als in die der Kleinwagen. Die Verarbeitungsqualität im Innenraum lässt sich ebenfalls mit dem VW Polo vergleichen. Sie ist gut, aber nicht unbedingt hochwertig.

Der Fabia ist ein Stadtauto. Das merkt man an den kleinen und sparsamen Motoren. Die Auswahl ist groß, beginnt beim 1,0-Liter-Basismotor mit 37 kW / 50 PS, geht über die 1,4-Liter-Benziner zwischen 44 kW / 60 PS und 74 kW / 100 PS bis hin zum fast schon Rennwagen mit 2,0-Liter-Hubraum und einer Leistung bis zu 88 kW / 120 PS. Bei den Dieseln stehen ein 1,9-Liter-Diesel mit 47 kW / 64 PS sowie ein 1,4-Liter-Diesel mit Leistungen zwischen 51 kW / 70 PS und 74 kW / 100 PS zur Verfügung. Die bevorzugte Motorisierung ist der mittlere Benziner. Er stellt das Gros der angebotenen Motorisierungen bei den Gebrauchten dar. Analog zum Polo treten bei diesem Fabia Probleme mit dem Luftmassenmesser und eine gestörte Motorsteuerung auf, die sich teilweise auch durch Startschwierigkeiten und lose Schlauchstellen äußert. Dafür findet man am Skoda in der Regel keinen Rost.

Defekte Fensterheber, verschleißanfällige Achsen und Gelenke sowie Ölverlust bei über zehn Jahre alten Autos sind keine Seltenheit. Der Interessent sollte auch beim Auspuffsystem, der Brems- und der Blinkeranlage genauer schauen. Trotzdem ist der Skoda Fabia klein und günstig. Ist er gut gewartet, klappert nicht und hat keine Probleme mit den Bremsen, ist er eine gute Wahl, zumal er oft für rund 2.000 Euro zu haben ist, also deutlich günstiger als ein Polo.

Bildquelle: reschke / Pixelio

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