Der PSA-Konzern strebt nach Zusammenarbeit mit anderen Herstellern

24 Feb 10:00 am

In den letzten Monaten geriet der PSA-Konzern, zu welchem Peugeotund Citroen gehören, immer wieder in die Schlagzeilen. Das Unternehmen hat mit hohen Verlusten zu kämpfen. Daher strebt man nun eine Zusammenarbeit mit anderen Autoherstellern an. Dadurch sollen die Kosten der Entwicklung von neuen Automodellen gesenkt und die Marktstellung in Europa verbessert werden.

Genaue Aussagen, wer für eine Zusammenarbeit in Betracht kommt und ob schon konkrete Pläne vorliegen, traf der Konzern nicht. Der Aktienmarkt profitiert allerdings bereits von der alleinigen Ankündigung, dass in Zukunft Allianzen geschlossen werden sollen. Die Aktie legte nach einem Einbruch um zwei Drittel im vorangegangenen Jahr an nur einem Tag um acht Prozent zu. Dafür wird hauptsächlich die Aussage des französischen Arbeitsministers Xavier Bertrandt in einem Radiointerview verantwortlich gemacht. Darin verriet er, dass PSA in Verhandlungen mit dem Opel-Mutterkonzern General Motors steht. Eine „strategische Partnerschaft“ werde angestrebt. PSA bezog lediglich in der Hinsicht Stellung, dass man derzeit die Prüfung von Projekten für Allianzen und Kooperationen durchführte. Auch GM wollte sich zum Sachverhalt nicht äußern. Laut dem Wirtschaftsblatt LaTribune.fr seien die Verhandlungen aber bereits weit fortgeschritten.

Der Konzern leidet mit seinen Fahrzeugen der Marke Peugeot und Citroen unter großen Absatzschwierigkeiten. Vorrangig wird das Kleinwagensegment bedient. Im vergangenen Jahr musste PSA einen Gewinnrückgang um rund die Hälfte im Vergleich zu 2010 hinnehmen. Die Festlegung auf Kleinwagen erwies sich letztendlich als zu engstirnig. Bisher wurden 60 Prozent der produzierten Autos in Europa verkauft. Ein stetig härter werdender Kampf in der Kleinwagenklasse und zurückgehende Verkaufszahlen in den wirtschaftsschwachen südlichen Ländern stellt den Konzern vor große Probleme. Um den entgegenzutreten, wurden große Einsparungen angekündigt. Darunter fällt auch der Abbau von Arbeitsplätzen. Zudem sollen unter den Namen Peugeot und Citroen zukünftig höherklassige Fahrzeuge auf den Markt kommen. Mit ihnen will man hauptsächlich seine Präsenz in den sogenannten Schwellenländern erhöhen. Spätestens ab 2015 möchte man mehr als die Hälfte der produzierten Autos außerhalb von Europa verkaufen.

Bildquelle: jns001 / Flickr

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