Das Schweizer Unternehmen Rinspeed steht für verrückte Ideen rund ums Auto

23 Jan 10:00 am

In der Schweiz scheint der Erfindungsreichtum keine Grenzen zu kennen. Bezieht man diesen auf das Auto, stößt man früher oder später auf den Namen Rinspeed. Traditionell werden alljährlich zum Genfer Autosalon – der nächste findet vom 8. bis 18. März 2012 statt – die neuesten Studien des Unternehmens vorgestellt.

Aktuell hat sich Rinspeed dem Smart angenommen. Der Dock + Go ist mit einem umweltfreundlichen Elektromotor ausgestattet und besitzt zudem einen Anhänger. Der Clou daran: Der Anhänger wird auf den Fahrer zugeschnitten, soll heißen, der Handwerker bekommt einen Anhänger inklusive Werkzeugkasten für sein Werkzeug, der Pizzafahrer freut sich über eine Warmhaltebox und so weiter. Auch für den Freizeitbereich sind verschiedene Hänger erhältlich. Ein Kauf ist nicht unbedingt notwendig, die Hänger können auch geliehen werden.

Für den Antrieb sorgen ein Elektromotor und Zusatzakkus. Je nach Zuladung reicht die Akkuleistung für 100 bis 200 Kilometer. Das ist etwas wenig, deshalb gibt es von Rinspeed ein sogenanntes Energy-Pack obendrauf. Dabei werden weitere Akkus mitgeführt, die jedoch nicht direkt ihre Energie an das Auto abgeben, sondern die dritte Achse am Anhänger antreiben. Sie wiederum ist für den Antrieb der zweiten Achse zuständig, welche den Akku auflädt. Dieser Antrieb setzt allerdings einen Akku im Anhänger voraus.

Brennstoffzellen werden von Rinspeed als weitere Antriebsvariante genannt. Tiefergehende Informationen bleibt das Unternehmen aber schuldig. Da wäre etwa die Frage, wo in einem so kleinen Auto wie dem Smart noch die Flaschen für den Wasserstoff untergebracht werden sollen. Außerdem wären dafür ebenfalls im Anhänger eine Batterie und ein Motor notwendig.

Als letztes steht ein Verbrennungsmotor zur Debatte, welcher über einen Generator Strom erzeugt. Ein ähnliches System gibt es im Opel Ampera beziehungsweise Chevrolet Volt. Wie schlussendlich die Antriebssysteme funktionieren werden, stellt Rinspeed Mitte Februar 2012 vor. Den Smart Dock + Go zum Anfassen erlebt man dann auf dem Genfer Autosalon einen Monat später.

Bildquelle: David Villarreal Fernández / Flickr

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