Autoversicherungen in Deutschland und der Schweiz

10 Jul 12:36 pm

Im Bereich der KFZ-Haftpflichtversicherung ist in der Europäischen Union sowie in den meisten anderen europäischen Ländern die Rechtslage vereinheitlicht, wobei allerdings die Versicherungssummen recht unterschiedlich sind. Grundsätzlich ist der Abschluss einer KFZ-Haftpflichtversicherung zwingende gesetzliche Voraussetzung zur Zulassung und zum Betreiben eines Kraftfahrzeuges. Die Haftpflichtversicherung als Pflichtversicherung in der Bundesrepublik Deutschland wie auch in der Schweiz schützt den Versicherungsnehmer sowie berechtigte Fahrzeuglenker vor Schadensersatzansprüchen, die beispielsweise nach einem Unfall erhoben werden können. Auch unabhängig von einer Verschuldung können Schadensersatzansprüche gestellt werden, weshalb in diesem Fall auch von einer Gefährdungshaftung gesprochen wird.

KFZ-Haftpflichtversicherung nur ein Teil der Autoversicherung

Die Autoversicherung besteht aus mehreren Komponenten, wovon lediglich die Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Vollkaskoversicherung, in der Schweiz auch Kollisionskasko genannt, trägt auch Schäden, die der Versicherungsnehmer bzw. der berechtigte Fahrer verursacht haben. In der Voll- bzw. Kollisionskasko ist die Teilkaskoversicherung bereits enthalten, die allerdings auch gesondert vereinbart werden kann. Die Teilkaskoversicherung trägt Schäden wie Diebstahl, Glasbruch, Marderbiss sowie Hagel- bzw. Sturmschäden.

Eine weitere optionale Komponente der Autoversicherung ist die Insassen-Unfallversicherung. Diese Versicherungsart kann unter bestimmten Voraussetzungen interessant sein, wenn beispielsweise der Versicherungsnehmer regelmäßig mehrere Fahrzeuginsassen in seinem PKW mitführt. Die Versicherungssummen sind individuell gestaltbar. Die Mindestversicherungssummen der Haftpflichtversicherung, die gesetzlich vorgeschrieben sind, belaufen sich in Deutschland auf 7,5 Millionen Euro für Personenschäden, 1,120 Millionen Euro für Sachschäden sowie bis zu 50.000 Euro für Vermögensschäden. In der Schweiz beträgt die Mindestversicherungssumme 5 Millionen Schweizer Franken, wobei üblicherweise eine Deckung über 100 Millionen CHF gewählt wird. Auch in Deutschland sind die Versicherungssummen gegen geringen Prämienaufschlag zu erhöhen.

Die Entschädigung der Haftpflichtversicherung beinhaltet somit nicht nur Personen- bzw. Sachschäden, sondern umfasst auch immaterielle Schäden, wie Schmerzensgeld.

In der Schweiz gehört die Fahrzeugnummer, also das Kennzeichen, zum Fahrer und nicht wie in Deutschland zum Fahrzeug.

Ein Vergleich spart Geld

In beiden Ländern ist der Vergleich der Prämie, da die Leistungen weitgehend gleich sind, zu empfehlen. Die Unterschiede sind teilweise erheblich, was einen Vergleich sehr lohnend gestaltet.

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