Aufbau des Motors

06 Nov 10:48 am
Aufbau des Motors

Der Motor besteht aus vielen Teilen, selbst, wenn man die Zusatzaggregate wie Anlasser, Zündanlage, Lichtmaschine, Vergaser oder Einspritzanlage nicht dazurechnet. Im unteren Teil, dem Motorblock, der meist aus Gusseisen, bei manchen Modellen aber auch aus  Aluminium besteht, ist die Kurbelwelle gelagert, die als Seele des Motors gelten kann. In ihr Schwungrad greift das Ritzel des Anlassers beim Startvorgang, und durch sie wird mit Hilfe der Pleuelstangen die Auf- und Abwärtsbewegung der Kolben in eine Drehbewegung umgewandelt und so an das Getriebe weitergegeben, das sie auf die Achsen überträgt.
In manchen Motoren sitzt auch die Nockenwelle im Motorblock, bei anderen ist sie weiter oben eingebaut, nämlich im Zylinderkopf, der durch stabile Schrauben bzw. Bolzen auf dem Block gehalten wird.

Nockenwelle und Ventilsteuerung

Auf eine oben liegende Nockenwelle wird oft in der Fahrzeug- bzw. Motorbezeichnung hingewiesen, zum Beispiel durch die Abkürzung CIH (Camshaft in Head) oder OHC (Overhead Camshaft). Die Benennung DOHC, wie sie beispielsweise bei einer Motorart des Ford Sierra verwendet wird, weist auf zwei Nockenwellen im Zylinderkopf hin (Double Overhead Camshaft).
Die exzentrisch auf der Welle angebrachten Nocken drücken bei jeder Umdrehung entweder ein Ventil nieder oder bewegen eine so genannte Stößelstange, die den Druck dann an das Ventil weitergibt. Durch die Anordnung der Nocken werden die Ventile in der richtigen Reihenfolge geöffnet und geschlossen, so kann das zündfähige Gemisch durch das Einlassventil in den Brennraum gelangen und das Abgas nach der Explosion durch das Auslassventil wieder hinaus.

Ventile verschleißen langsam

Auch bei umsichtiger und den Bedürfnissen des Motors angemessener Fahrweise, d.h. weder zu hohe noch zu niedrige Drehzahl, werden die Hälse der Ventile durch die ständige Bewegung und damit verbundene Belastung immer länger. Dadurch schließen sie am Ventilsitz nicht mehr optimal, was zu Kompressionsverlust und Leitungseinbußen des Motors führt. Bei alten Fahrzeugen kann der Austausch der Ventile wie ein Jungbrunnen für die Maschine wirken und auch den Kraftstoffverbrauch senken.

Foto: Matthias Pätzold  / pixelio.de

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