Auch im letzten Jahr ist das Autofahren wieder teurer geworden

22 Jan 10:00 am

Was viele Autofahrer bereits ahnten, wurde nun offiziell bestätigt. Das Autofahren ist auch im letzten Jahr wieder teurer geworden. In Zahlen ausgedrückt stiegen die Anschaffungs- und Unterhaltungskosten für ein Auto gegenüber 2010 um 4,2 Prozent. Die Inflationsrate liegt dagegen nur bei 2,3 Prozent, war also um einiges niedriger. Schuld an der deutlichen Erhöhung sind in erster Linie die steigenden Spritpreise. Satte elf Prozent gingen die Preise an den Tankstellen in 2011 hoch. Aber es geht noch schlimmer. Im Jahre 2005 stiegen die Benzinpreise um 28,9 Prozent. Insgesamt wurde das Autofahren von 2005 bis zum letzten Jahr um 16,3 Prozent teurer.

Laut dem ADAC erreichten die Benzinpreise 2011 ein Rekordhoch. Durchschnittlich wurden für den Liter Benzin 19,7 Cent mehr fällig als im Vorjahr. Eine enorme Erhöhung des Literpreises beobachtete man vor allem beim Diesel. Hier waren genau die 19,7 Cent zu finden, die die durchschnittliche Erhöhung des Gesamtpreises ausmachten. Am 18. November 2011 erreichte Diesel den Jahreshöchstwert von 1,499 Euro. Die Benzinpreise waren am 29. April am höchsten. Da kostete der Liter Super E 10 durchschnittlich 1,612 Euro. Noch nie zuvor war Benzin so teuer, gab der ADAC bekannt. Inwieweit der Otto-Normalverbraucher allerdings die Preise von E 10 in einem Vergleich als aussagekräftig wertet, bleibt jedem selbst überlassen. Tankte man im letzten Jahr 50 Liter, musste man dementsprechend etwa zehn Euro mehr dafür ausgeben als 2010.

Ebenfalls einen Anteil an dem teuren Autofahrerjahr 2011 haben die Versicherungskonzerne. Sie erhöhten gleichfalls im letzten Jahr die Preise. Während es an den Tankstellen offensichtlich war – schließlich hat man es den Zapfsäulen tagtäglich verfolgen können -, verlief der Erhöhungsprozess eher schleichend und kaum erkennbar. Immerhin gibt es an Autoversicherungen eine große Auswahl und man kann sich die günstigste heraussuchen. In der Gesamtheit betrachtet stiegen allerdings auch dort die Preise an. Natürlich nicht so enorm, wie beim Sprit, aber es wurde ebenso an der Preisschraube gedreht.

Bildquelle: dmytrok / Flickr

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